Vorsicht Schimmel am Kamin! Was tun?
Wenn Feuchtigkeit aus dem Kamin dringt
Dunkle Flecken an der Wand, muffiger Geruch und plötzlich auftauchende Verfärbungen rund um den Kamin – all das sind typische Warnsignale für Schimmel im Wohnbereich. Häufig ist nicht ein undichtes Dach oder ein Rohrbruch schuld, sondern schleichende Feuchtigkeit, die aus dem Kamin in das Mauerwerk einzieht. Wer diese Anzeichen ignoriert, riskiert nicht nur Bauschäden, sondern auch ein erhebliches Gesundheitsrisiko für die Bewohner.

Feuchte Wände bieten ideale Lebensbedingungen für Schimmelpilz. Gerade hinter Möbeln oder an schlecht belüfteten Ecken können sich Sporen unbemerkt ausbreiten. Ziel ist es daher, die Ursache zügig zu finden und zu beseitigen, bevor sich die Schäden in mehrere Stockwerke ausdehnen und den Kaminschacht dauerhaft schwächen.
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Typische Ursachen für Feuchtigkeit am Kamin
Wenn aus dem Kamin Wasser- oder braune Flecken austreten, steckt meist eine Kombination aus baulichen Problemen und ungünstigem Betrieb dahinter. Eine häufige Ursache ist die sogenannte Versottung: Abgase kühlen im Schacht ab, es bildet sich Kondensat, das sich im Mauerwerk sammelt und langfristig austritt. Besonders im Altbau wurden Kamine oft für ganz andere Feuerstätten geplant als jene, die heute angeschlossen sind.
Ebenso kritisch ist ein geschädigter Kaminkopf. Über Risse, offene Fugen oder eine defekte Abdeckung dringt Regenwasser ein – der unsichtbare Wassereintritt beginnt. Mit jedem Guss saugt sich das Mauerwerk stärker voll, bis die Feuchte schließlich als Fleck im Wohnraum sichtbar wird. Hinzu kommt häufig unzureichende Wärmedämmung rund um den Schacht, wodurch die Innenflächen auskühlen und Feuchtigkeit sich noch leichter niederschlägt.
⚠️ Achtung: Feuchte Stellen rund um den Kamin sind nicht nur ein optisches Problem. Sie beeinträchtigen den Wärmeschutz, verursachen Geruchsbelästigung und können auf Dauer die Statik von Decken und Wänden schwächen.
Warum schnelles Handeln so wichtig ist
Dringt Feuchtigkeit länger unbemerkt aus dem Kamin, schlagen die Folgen gleich doppelt zu Buche: Einerseits verschlechtert sich das Raumklima, andererseits steigen Heizkosten, weil nasse Bauteile deutlich mehr Energie schlucken. Wer zu lange wartet, riskiert eine großflächige Sanierung statt überschaubarer Reparaturen.
💡 Profi-Tipp: Dokumentieren Sie Flecken und Veränderungen mit Fotos. So können Sie Fortschritte bei Trocknung und Sanierung besser nachvollziehen und haben im Zweifel Belege für Versicherungen oder Förderstellen.
Schritt für Schritt zur trockenen Lösung
Die wichtigste Frage lautet: Woher kommt die Feuchtigkeit genau? Erst wenn die Ursache klar ist, lässt sich ein geeignetes Sanierungskonzept entwickeln. Ein spezialisierter Fachbetrieb arbeitet hier eng mit dem Rauchfangkehrer zusammen und erstellt einen Maßnahmenplan.
- Ursachenanalyse direkt am Kamin, inklusive Sichtprüfung und Feuchtemessung.
- Bewertung von Mauerwerk, Kaminzug und eventueller Schäden am Dachbereich.
- Erarbeitung der notwendigen Sanierungsmaßnahmen und Abstimmung mit der Heiztechnik.
Je nach Befund kann eine teilweise oder vollständige Kaminsanierung sinnvoll sein – etwa durch den Einzug eines Innenrohres, zusätzliche Dämmung oder die Anpassung an das bestehende Heizsystem. Dadurch werden Abgase sicher abgeführt, der Schacht trocknet aus und neue Feuchteschäden werden verhindert.
Wenn der Kaminkopf die Schwachstelle ist
Häufig zeigt sich die Ursache bereits am Dach: Ein bröseliger Kopf, offene Fugen oder fehlende Abdeckung lassen Niederschläge direkt in den Schacht laufen. Eine fachgerechte Kaminkopfsanierung dichtet diesen Bereich ab, schützt die Konstruktion vor Frostschäden und trägt dazu bei, Feuchtigkeit dauerhaft zu reduzieren.
Moderne Lösungen mit Edelstahlkamin
Besonders bei älteren, stark geschädigten Schächten oder bei Heizungsmodernisierung wird häufig ein neuer, moderner Abgasweg nötig. Ein Edelstahlkamin bietet glatte Innenflächen, passt sich flexibel an verschiedene Geräte an und ermöglicht eine deutlich bessere Kontrolle von Abgasen und Kondensatbildung.
💡 Profi-Tipp: Kombinieren Sie die Erneuerung des Abgasweges mit einer energetischen Optimierung der Heizanlage. So verbessern Sie nicht nur die Sicherheit, sondern sparen langfristig auch Brennstoffkosten.
Was Sie selbst tun können – und was nicht
Kleinere Schimmelflecken an der Oberfläche lassen sich kurzfristig mit geeigneten Reinigern behandeln. Trotzdem ersetzt das keine fachliche Diagnose. Wichtig ist, Möbel von feuchten Wänden abzurücken, regelmäßig zu lüften und betroffene Bereiche gut zu beobachten.
- Betroffene Stellen nicht überstreichen, bevor die Ursache behoben ist.
- Textilien, Teppiche oder Tapeten mit sichtbarem Befall entfernen.
- Raumluftfeuchte mit einem Hygrometer kontrollieren.
- Bei starken Schäden Räume nur eingeschränkt nutzen, bis Klarheit besteht.
⚠️ Achtung: Eigenversuche am Kamin selbst – etwa das Öffnen von Revisionsöffnungen, Stemmarbeiten oder Improvisationslösungen mit Folien und Bauschaum – können gefährlich sein. Arbeiten am Abgasweg gehören immer in fachkundige Hände.
Wenn Sie Feuchtigkeit oder Schimmel in der Nähe Ihres Kamins bemerken, zögern Sie nicht, professionelle Hilfe anzufordern. Für eine persönliche Beratung können Sie unkompliziert Kontakt aufnehmen – zum Beispiel telefonisch unter 0664 9334 24 64 oder per E-Mail an office@kaminsanierung-profi.at.
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FAQs zu Feuchtigkeit, Kamin und Schimmel
Wie erkenne ich, dass die Feuchtigkeit wirklich vom Kamin kommt?
Typisch sind senkrechte Flecken, die dem Verlauf des Kaminschachtes folgen, oft über mehrere Stockwerke. Häufig treten sie in der Nähe von Revisionsöffnungen oder Ofenanschlüssen auf. Ein Fachbetrieb kann mit Feuchtemessungen und Endoskopie genauer nachweisen, ob der Kamin die Ursache ist.
Ist Schimmel durch Kaminfeuchte gesundheitsschädlich?
Ja, besonders für Kinder, ältere Menschen und Allergiker. Schimmelsporen können Atemwege und Immunsystem belasten. Deshalb sollte Schimmel nie nur kosmetisch überstrichen, sondern immer fachgerecht entfernt und die Ursache dauerhaft behoben werden.
Reicht es, den Kamin öfter zu heizen, damit er trocknet?
Mehr Heizen allein löst das Problem meist nicht. Wenn konstruktive Mängel oder Versottung vorliegen, verstärkt zusätzliche Wärme die Dampfbildung sogar. Erst eine passende Sanierung sorgt dafür, dass der Schacht wieder dauerhaft trocken bleibt.
Wie schnell muss ich bei Feuchtigkeit am Kamin reagieren?
Je früher, desto besser. Bereits kleine Flecken sind ein Hinweis darauf, dass im Inneren deutlich mehr Feuchtigkeit steckt. Wer sofort handelt, kann großflächige Schäden, höhere Kosten und gesundheitliche Folgen vermeiden.
Wer ist der richtige Ansprechpartner?
Ihr Rauchfangkehrer ist ein wichtiger erster Kontakt, um die Situation einzuschätzen. Für konkrete Sanierungsmaßnahmen sollten Sie sich an einen spezialisierten Kamin-Fachbetrieb wenden, der eine maßgeschneiderte Lösung für Ihr Gebäude entwickelt.
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