Der Kamin zieht nicht richtig! Was tun?

7 Sofort-Tipps, bevor Sie den Profi rufen

Statt gemütlichem Feuer nur Qualm im Wohnzimmer? Wenn der Kaminzug nicht funktioniert, wird das Heizen schnell zur Nervenprobe. Viele Probleme lassen sich aber mit ein paar einfachen Handgriffen zumindest vorübergehend entschärfen. In diesem Beitrag erfahren Sie, was Sie selbst tun können, bevor Sie einen Fachbetrieb oder den Rauchfangkehrer holen – und wann Sie auf keinen Fall länger warten sollten.

Kamin zieht nicht richtig: 7 Sofort-Tipps

Schlechter Zug zeigt sich durch qualmenden Ofen, rußende Scheiben, zurückdrückenden Rauch oder ein Feuer, das einfach nicht in Gang kommt. Dahinter stecken meist eine ungünstige Witterung, falscher Brennstoff, verschmutzte Bauteile oder ein gestörter Luftverbund im Haus. Langfristig geht es aber immer auch um Sicherheit und Brandschutz – daher sind Sofort-Tipps eine Hilfe, ersetzen aber keine gründliche Prüfung.

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Ursachen verstehen: Warum zieht der Kamin nicht?

Grundsätzlich entsteht der Zug im Schornstein durch den Temperaturunterschied zwischen warmen Abgasen und kühler Außenluft. Je größer dieser Unterschied, desto stabiler strömt die Luft nach oben. Wird der Schacht innen zu kalt, ist der Querschnitt zu groß oder herrscht im Haus starker Unterdruck, kann der Zug zusammenbrechen. Besonders in dichten Gebäuden mit neuen Fenstern fehlt häufig die nötige Zuluft, damit die Feuerstätte sauber brennen kann.

💡 Profi-Tipp: Notieren Sie, bei welchem Wetter die Probleme auftreten (Windrichtung, Außentemperatur). Diese Infos helfen später dem Fachbetrieb, die Zugprobleme besser zu beurteilen.

Sofort-Tipps, die Sie selbst ausprobieren können

Bevor Sie aufgeben oder den Kamin ganz außer Betrieb nehmen, können Sie einige einfache Maßnahmen testen. Achten Sie dabei immer auf Ihre eigene Gesundheit: Wenn Rauch dauerhaft in den Raum drückt oder Sie sich unwohl fühlen, beenden Sie den Betrieb sofort.

  1. Brennstoff prüfen: Verwenden Sie nur gut abgelagertes, trockenes Holz. Feuchtes Holz produziert viel Kondensat und wenig Hitze – der Schacht wird nicht warm, der Zug bleibt schwach.
  2. Feuer richtig anheizen: Beginnen Sie mit kleinen, leichten Scheiten und viel Luft. Ein schnelles, heißes Anfeuern hilft, den Kamin rasch auf Temperatur zu bringen.
  3. Zuluft sichern: Öffnen Sie testweise ein Fenster im Raum. Verbessert sich das Brennverhalten, fehlt Ihrer Anlage im Normalbetrieb eindeutig Zuluft.
  4. Klappen und Luftwege kontrollieren: Sind alle Öffnungen und Schieber korrekt eingestellt? Eine versehentlich geschlossene Drosselklappe kann den gesamten Kaminzug lahmlegen.
  5. Witterung beachten: Bei starkem Wind oder Inversionswetterlagen kann der Zug vorübergehend schlechter sein. Manchmal hilft es, das Anheizen auf einen günstigeren Zeitpunkt zu verschieben.
  6. Reinigungstermine einhalten: Ein verschmutzter Schacht oder ein zugesetzter Kopf verschlechtern die Energieeffizienz und blockieren den Luftstrom. Prüfen Sie, ob der letzte Kehrtermin schon länger zurückliegt.
  7. Ofenanschluss prüfen: Lose Rohre oder undichte Verbindungen können den Luftstrom stören. Sichtbare Schäden sollten Sie dokumentieren und vom Profi überprüfen lassen.

⚠️ Achtung: Wenn der Raum stark verraucht, Sie Kopfschmerzen bekommen oder ein Kohlenmonoxidmelder Alarm schlägt, stellen Sie den Betrieb sofort ein, lüften Sie gründlich und kontaktieren Sie umgehend einen Fachbetrieb.

Wann eine Sanierung sinnvoll wird

Häufig zeigen sich anhaltende Zugprobleme in älteren Gebäuden. Im Altbau wurde der Schacht oft für andere Öfen ausgelegt, als heute angeschlossen sind. Ein zu großer Querschnitt, Versottung oder Schäden am Kopf lassen sich auf Dauer nur durch eine professionelle Kaminsanierung beheben. Informationen zu typischen Maßnahmen finden Sie zum Beispiel auf der Seite Kaminsanierung.

Auch der obere Abschluss des Kamins spielt eine Rolle: Ist der Kopf beschädigt, können Windverhältnisse und Niederschlag den Zug massiv beeinflussen. In solchen Fällen hilft eine fachgerechte Kaminkopfsanierung, wie sie auf der Seite Kaminkopfsanierung beschrieben wird.

Moderne Heizgeräte mit niedrigen Abgastemperaturen profitieren zudem von einem passenden Edelstahlkamin. Durch optimierte Querschnitte und glatte Innenflächen lässt sich der Zug stabilisieren und die Heizkosten können sinken. Mehr dazu finden Sie unter Edelstahlkamin.

💡 Profi-Tipp: Wenn Sie ohnehin über den Tausch Ihrer Heizanlage nachdenken, planen Sie Kamin und Gerät immer gemeinsam. So entsteht ein abgestimmtes System mit hoher Energieeffizienz und gutem Zugverhalten.

Spätestens wenn trotz aller Sofort-Tipps keine Verbesserung eintritt oder bereits Risse, Verfärbungen und Geruch auftreten, sollten Sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Für eine persönliche Beratung können Sie unkompliziert Kontakt aufnehmen – beispielsweise telefonisch unter 0664 9334 24 64 oder per E-Mail an office@kaminsanierung-profi.at.

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FAQs, wenn der Kamin nicht richtig zieht

Warum zieht mein Kamin nur bei bestimmten Wetterlagen schlecht?

Druckverhältnisse in der Umgebung, Windrichtung und Temperaturunterschiede beeinflussen den Kaminzug. Bei Inversionswetter oder starkem Wind können Strömungen entstehen, die den natürlichen Auftrieb im Schacht stören.

Hilft es, das Fenster dauerhaft gekippt zu lassen?

Ein gekipptes Fenster kann kurzfristig helfen, den Luftmangel auszugleichen. Langfristig ist das aber energetisch ungünstig und keine sichere Lösung. Besser ist ein geprüftes Zuluftkonzept durch den Fachbetrieb.

Kann ich die Zugkraft selbst erhöhen?

Sie können den Schornstein durch richtiges Anheizen schneller erwärmen und so den Auftrieb verbessern. Eingriffe am Schacht, an Klappen oder am Kaminkopf sollten Sie jedoch Fachleuten überlassen, um Brandschutz und Sicherheit nicht zu gefährden.

Wann muss ich den Kamin außer Betrieb nehmen?

Wenn Rauch dauerhaft in den Raum drückt, ein CO-Melder auslöst oder sichtbare Schäden am Schacht auftreten, sollten Sie den Betrieb sofort einstellen und den Kamin erst nach einer fachlichen Überprüfung wieder verwenden.

Wer ist mein erster Ansprechpartner bei anhaltenden Zugproblemen?

Ihr Rauchfangkehrer ist mit Ihrer Anlage vertraut und kann eine erste Einschätzung geben. Für weiterführende Maßnahmen lohnt sich der Kontakt zu einem spezialisierten Kamin-Fachbetrieb, der ein umfassendes Sanierungskonzept erarbeitet.